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30. November 2022 bis 30. März 2023

Stifter: Illustriert

Die Illustration von Texten – auch von literarisch-belletristischen – ist über lange Zeit wesentlicher Teil der Buchgestaltung. Adalbert Stifter (1805–1868), der sich zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn vor allem als Maler sah, setzte sich mit den Bildbeigaben seiner zum größten Teil im Verlag Gustav Heckenast, Pesth, erscheinenden Erzählungen und Romane intensiv auseinander und nahm entscheidenden Einfluss auf die Auswahl von Künstlern und Kupferstechern. Zu seinen besonderen Favoriten gehörten Peter Johann Nepomuk Geiger (1805–1880), Josef Maria Kaiser (1824–1893) und der „akademische Kupferstecher“ Josef Axmann (1793–1873), mit dem Stifter eng befreundet war.

Die Ausstellung „Stifter: Illustriert“ zeigt eine repräsentative Auswahl von in Büchern veröffentlichten Bildern zu Texten Stifters, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Sie speist sich aus Sammlungen zweier unterschiedlicher Einrichtungen und zeigt Illustrationen von rund 100 verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern, deren Auseinandersetzung mit Adalbert Stifters literarischen Werken in mehr als 70 Verlagen erschienen ist: aus den Sammlungen des Regionalmuseums Český Krumlov (Krumau), die, ausgewählt von Ivan Slavík, in den vergangenen Jahren im Stifter-Geburtshaus in Horní Planá (Oberplan) zu sehen waren, sowie aus den umfangreichen Bibliotheks- und Archivbeständen des Adalbert-Stifter-Institutes des Landes Oberösterreich.

Zu chronologisch angeordneten Reproduktionen von Illustrationen, in Büchern erschienen, die zwischen 1868 und 2008 veröffentlicht wurden, treten in der Ausstellung in jeweils gesonderten Bereichen Originale, die aus unterschiedlichen Ausgaben entnommen wurden, sowie Skizzen, Zeichnungen und Stiche, die beispielhaft den Prozess der Werkentstehung einzelner Arbeiten dokumentieren und zu Lebzeiten Stifters entstanden.

Die Illustration, als Sicht auf einen Text, ist gleichermaßen eine Art von Interpretation, die den Text nicht nur begleitet, sondern die Lesart lenkt. Die Vielzahl an bildkünstlerischen Auseinandersetzungen zeigt eindrucksvoll das anhaltende Interesse am Œuvre Adalbert Stifters, das auch in zahlreichen Volksausgaben zum Ausdruck kommt.

KuratorInnen: Petra-Maria Dallinger, Georg Hofer, Ivan Slavík
Gestaltung: Thomas Pauli
Grafik: Thomas Pauli, Gerhard Spring
Rechte: Sandra Malez
Scans: Pamela Neuwirth
Herstellung und Ausstellungsaufbau: Randolf Helmstetter, Georg Hofer, Thomas Pauli
Druck: Piotr Lozinski (Collage-Design OG)

Ausstellungsdauer: 30. November 2022 bis 30. März 2023
Öffnungszeiten: täglich, außer Montag, 10 bis 15 Uhr

11. März 2022 bis 16. Januar 2023

Sophokles: Antigone – Ausstellung zu einer Graphic Novel von Olivia Vieweg (Carlsen Verlag)

Satellitenausstellung zu nextcomic 2022

OLIVIA VIEWEG hat in Weimar Visuelle Kommunikation studiert und 2011 ihr Diplom mit dem Comic „Endzeit” gemacht. Sie war Mitherausgeberin der Manga-Anthologie „Paper Theatre“, für die sie 2010 den ICOM Preis erhielt. 2012 gewann sie das Comic-Stipendium von Egmont mit ihrem Skript für „Antoinette kehrt zurück“, 2014. Bei Suhrkamp liegen von Olivia Vieweg „Huck Finn“, 2013, und „Schwere See, mein Herz“, 2015, vor. 2015 erhielt sie für ihre Drehbuchumsetzung von „Endzeit“ den TankredDorst-Preis. Der Film kam 2019 ins Kino. Für die von Isabel Kreitz kuratierte Reise „Die Unheimlichen“ hat Olivia Vieweg „Antigone“ in Comicform umgesetzt.

Zum Buch:Vor rund 2000 Jahren schrieb Sophokles „Antigone“, eine klassische griechische Tragödie. Heute würde man Antigone eine starke Frau nennen, und dass sie von König Kreon, ihrem eigenen Onkel und Ziehvater, lebendig eingemauert wurde, war wohl zu jeder Zeit ein Horror. Die Zeichnerin Olivia Vieweg liebt dieses Genre und hat mit "Endzeit" bereits eine Graphic Novel und einen Zombiefilm veröffentlicht.

Ein Kooperationsprojekt mit nextcomic-festival

Ausstellungsdauer: 11. März 2022 bis 16. Januar 2023
Öffnungszeiten: täglich, außer Montag, 10 bis 15 Uhr