Ausstellung
„bin von Herzen gern hier“ - Rilkes Linzer Episode

Bis heute zählt Rainer Maria Rilke, 1875 in Prag geboren und 1926 in der Schweiz verstorben, zu den einflussreichsten deutschsprachigen Dichtern weltweit. Ungebrochen ist die Rezeption des Autors
von Werken wie die Duineser Elegien, Die Sonette an Orpheus, Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke oder Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge. Doch auch die Widersprüche in seiner Biografie, die unzähligen Beziehungen und Affären, die Ausschließlichkeit, mit der sich der passionierte Briefeschreiber seinem Werk und seiner Verbreitung gewidmet hat, faszinieren nach wie vor.
Anlässlich des 100. Todestages widmet sich eine Ausstellung im StifterHaus Rilkes sogenannter Linzer Episode. Nach der Kindheit in Prag und für ihn quälenden Jahren in den Militärschulen St. Pölten und Mährisch Weißkirchen verbrachte Rilke 1891/92 mehrere Monate in Linz, wo er die Handelsschule besuchte und erste Gedichte verfasste. 1896 kam er zur Sommerfrische ins Salzkammergut und ließ sich dort ebenfalls inspirieren.
Fotos, Briefe, Texte, Zeichnungen und andere Dokumente aus der Frühzeit beleuchten das familiäre und soziale Umfeld Rilkes und geben Einblicke in seine Initiation als Schreibender von Weltruhm.
Kurator: Bernhard Judex.
Gestaltung: Gerold Tagwerker. Grafik: Gerhard Spring.
Ausstellungseröffnung: 5.5.2026, 19:30 Uhr
Ausstellungsdauer: 6.5.2026–5.11.2026
Öffnungszeiten: Di–So 10–15 Uhr
Die Ausstellung wird in einem Begleitkatalog dokumentiert.
In Kooperation mit dem Literaturmuseum Prag.

Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich
Adalbert-Stifter-Platz 1
4020 Linz
www.stifterhaus.at