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mitSprache: Soziale Gerechtigkeit

Thomas Arzt: Spuren von Gerechtigkeit

Werkstattlesung mit dem Autor

Moderation: REGINA PINTAR

Schriftstellerinnen und Schriftsteller sind wichtige Seismograf*innen gesellschaftlicher Bewegungen. Fiktionale Erzählungen und literarische Mittel erlauben es, solche Bewegungen in diversen Formen darzustellen, wie ein Blick in die Literatur – von Honoré de Balzac über Robert Musil bis in die Gegenwart, zeigt. Das aktuelle Projekt des Zusammenschlusses österreichischer Häuser der Literatur „mitSprache“ möchte an diese Tradition anknüpfen und sich dem breiten Themenfeld „Soziale Gerechtigkeit“ widmen. Nicht zuletzt infolge der Pandemie und ihrer Bekämpfung muss dieses verschärft zu einem gesellschaftspolitischen Anliegen werden. Nach seinem Romandebüt „Die Gegenstimme“ (Residenz 2021) arbeitet Thomas Arzt derzeit an seinem ersten Erzählband. Er folgt dabei sowohl historischen als auch gegenwärtigen Spuren sozialer Unruhen und Erhebungen in Oberösterreich. In episodischen Texten erzählt der Autor von Unterdrückung und Wut, Ohnmacht und Hoffnung sowie vom permanenten Scheitern an einer gerechteren Welt. Das Prosaprojekt entsteht im Rahmen von „mitSprache“ und wird am StifterHaus Linz erstmals präsentiert.


THOMAS ARZT, geboren 1983 in Schlierbach, Oberösterreich. Studierte Drehbuch in München und Theaterwissenschaft in Wien. Jobbte als Sozialarbeiter und Sprachlehrer. Schrieb erste szenische Texte für und mit Kindern und Jugendlichen. Entwarf 2008 sein erstes Theaterstück «Grillenparz» im Rahmen des Schreibprogramms «stück/für/stück» am Schauspielhaus Wien. 2011 wurde das viel beachtete Debüt dort uraufgeführt. Seither entstanden zahlreiche Arbeiten für Theater im deutschsprachigen Raum. Seine Stücke wurden in mehrere Sprachen übersetzt und auf Festivals in New York, Buenos Aires und Kiew gezeigt. Daneben verfasste er Hörspiele und politische Essays, u.a. im Kollektiv «Nazis & Goldmund». 2021 erschien sein erster Roman «Die Gegenstimme» im Residenz Verlag. Thomas Arzt lebt mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in Wien. Preise u.a.: Autor*innenpreis des Heidelberger Stückemarkts 2012, Ute Nyssen & Jürgen Bansemer Dramatiker*innen Preis 2013, Adalbert Stifter Stipendium 2013, Wiener Dramatik Stipendium 2015, Dramatiker*innen Stipendium des BMUKK 2015, Oö. Kunstpreis für mutige Literatur 2020, Radiopreis der Erwachsenenbildung 2022.