AUSSTELLUNG „bin von Herzen gerne hier“. Rilkes Linzer Episode
Bis heute zählt Rainer Maria Rilke, 1875 in Prag geboren und 1926 in der Schweiz verstorben, zu einem der einflussreichsten deutschsprachigen Dichter weltweit. Ungebrochen ist die Rezeption des Verfassers von Werken wie die „Duineser Elegien“, „Die Sonette an Orpheus“, „Die Weise von Lieben und Tod des Cornets Christoph Rilke“ oder „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“. Doch auch die Widersprüche in seiner Biografie, die unzähligen Beziehungen und Affären, die Ausschließlichkeit, mit der sich der passionierte Briefeschreiber seinem Werk und seiner Verbreitung gewidmet hat, faszinieren nach wie vor.
Anlässlich des 100. Todestages widmet sich eine Ausstellung im StifterHaus Rilkes sogenannter Linzer Episode. Nach der Kindheit in Prag und für ihn quälenden Jahren in den Militärschulen St. Pölten und Mährisch-Weißkirchen, verbrachte Rilke 1890/91 mehrere Monate in Linz, wo er die Handelsschule besuchte und erste Gedichte verfasste. 1896 kam er zur Sommerfrische ins Salzkammergut und ließ sich dort ebenfalls inspirieren.
Fotos, Briefe, Texte, Zeichnungen und andere Dokumente aus der Frühzeit beleuchten das familiäre und soziale Umfeld Rilkes und geben Einblicke in seine Initiation als Schreibender von Weltruhm.
FRANZ FROSCHAUER, geboren 1958 in Vöcklabruck, Schauspielstudium an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz. Engagements u. a. am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Münchner Residenz- und Volkstheater, am Theater Phönix und beim Theater Hausruck. 1996 leitete er die Festwochen Gmunden. Inszenierungen von „Kleidertausch“, „Totentanz“, „Andorra“ und „Der Fall Gruber“. Zahlreiche Fernsehrollen, Kinofilme u. a. „Hasenjagd“, „Fast Fuck“, „Vortex“, „Neun“. 2015 Bühnenkunstpreis des Landes OÖ (Anerkennungspreis) für die Darstellung des Adolf Eichmann. Zahlreiche Lesungen und Chansonabende im In- und Ausland.