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Donnerstag, 28. Mai 2026 - 19:30
Programmierte Gefühle: Literatur, Künstliche Intelligenz und Geschlechterordnung

PETRA PIUK: „Hotel Love”, Roman (Leykam)

Lesung mit der Autorin

 

Vortrag: LARA BAUER und HANNAH GROSSWIESER (JKU LIT Robopsychology Lab)

Ausgehend vom Roman „Hotel Love“ entwirft die Veranstaltung „Programmierte Gefühle: Literatur, Künstliche Intelligenz und Geschlechterordnung“ ein verstörend nahes Zukunftsszenario: eine Welt, in der Männer die Macht innehaben, Frauenrechte abgeschafft sind und künstlich erschaffene „perfekte“ Partnerinnen menschliche Beziehungen ersetzen.
Eingebettet in Lesungsblöcke sprechen Forscherinnen des JKU LIT Robopsychology Lab über Mensch-Maschine-Beziehungen, simulierte Gefühle und die Projektion menschlicher Sehnsüchte auf technische Systeme.
Zwischen literarischer Reflexion und wissenschaftlichem Impuls eröffnet eine Podiumsdiskussion einen Raum, in dem verhandelt wird, wie Technologien unsere Vorstellungen von Liebe, Nähe und Geschlecht verändern und welche gesellschaftlichen Konsequenzen eine Zukunft hat, in der Emotionen programmierbar scheinen.


PETRA PIUK, geboren 1975 in Güssing/Burgenland, lebt in Wien. Langjährige Tätigkeit im Film- und Fernsehbereich, vor und hinter der Kamera. Petra Piuk schreibt Romane und Kinderbücher und erhielt dafür zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a. den WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Literaturpreis 2018 und den Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2024. Zuletzt veröffentlicht: „Die Liebe der Korallen", 2024; „Schneewittchen pfeift auf Prinzessin", 2024.


Zum Buch: Die Männerpartei ist an der Macht. Frauenrechte werden über Nacht abgeschafft. Propagiert wird die „neue Familie“, bestehend aus einem Mann, einer Roboterfrau und einem künstlich produzierten (menschlichen) Sohn. Der Reality-Star Roman ist besessen von seiner Ex-Freundin Julia und erschafft sich eine Androidin nach Julias Vorbild – perfekt aussehend, gehorsam, dazu programmiert, Roman glücklich zu machen. Die Androidin versucht herauszufinden, was Roman unter Liebe versteht, und beginnt – in bester Absicht – Romans Verhalten zu spiegeln. (Verlagstext)


LARA BAUER ist Universitätsassistentin und PhD-Kandidatin am LIT Robopsychology Lab der JKU. Sie hat Psychologie an der Johannes Kepler Universität studiert. In ihrer wissenschaftlichen Arbeit widmet sie sich unter anderem der Anthropomorphisierung von Technologien wie Künstlicher Intelligenz (KI) sowie der Förderung des öffentlichen KI-Verständnisses.


HANNAH GROSSWIESER ist Psychologin und Universitätsassistentin am Robopsychology Lab der JKU. Sie studierte in München sowie in Linz und war als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz tätig. Ihre Forschungsinteressen umfassen Themen aus dem Bereich der Mensch-Technik-Interaktion, wobei ihr Schwerpunkt auf der Erforschung der Interaktion mit KI-basierten Systemen liegt.