Reisen faszinieren seit jeher: der Aufbruch in die Ferne, die Sehnsucht nach unbekannten Orten oder das Wiederfinden der Heimat. Sie verbinden Menschen und bleiben eine Konstante, auch wenn sich Transportmittel, Trends und Destinationen verändern. Auch in der Literatur ist das Unterwegssein ein zentrales Motiv. Von Homers Abenteuerfahrten, Goethes „Italienischer Reise“ über Felix Salten und Virginia Woolf bis zu heutigen Autor:innen, die persönliche Erfahrungen, Begegnungen und Wandlungen literarisch verarbeiten.
Die Mittagsreihe 2026 „Zwischen Wegen und Worten: Geschichten übers Reisen“ knüpft daran an: Vier zeitgenössische Autor:innen erzählen von Aufbrüchen, Sehnsuchtsorten, Heimat und Fremde, und davon, wie vielfältig Reisen sein können.
ANNA WEIDENHOLZER, geboren 1984 in Linz, lebt in Wien, studierte Vergleichende Literaturwissenschaft in Wien und Wrocław, arbeitete währenddessen im Regionalressort einer Tageszeitung. Mit ihrem ersten Buch „Der Platz des Hundes“ war sie 2011 für das Europäische Festival des Debütromans in Kiel nominiert. 2013 folgte ihr zweiter Roman „Der Winter tut den Fischen gut", der für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert war. Ihr Roman „Weshalb die Herren Seesterne tragen“ stand 2016 auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. 2013 wurde sie mit dem Reinhard-Priessnitz-Preis ausgezeichnet. 2017 erhielt sie den Outstanding Artist Award für Literatur der Republik Österreich. Zuletzt veröffentlicht: „Hier treibt mein Kartoffelherz“, 2025; „Finde einem Schwan ein Boot“, 2019.