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Donnerstag, 15. Januar 2026 - 19:30
Buchpräsentation

SABINE SCHOLL: „Die zweite Haut“, Roman (Weissbooks)

Lesung mit der Autorin

Moderation: CHRISTA GÜRTLER

SABINE SCHOLL, geboren 1959 in Grieskirchen, studierte Germanistik, Geschichte und Theaterwissenschaft an der Universität Wien, Promotion 1987. Von 1988 bis 1990 Lektorin an der Universität Aveiro in Portugal, seit 1990 freie Schriftstellerin; Lehraufträge an Hochschulen, lebte in Chicago, New York und Nagoya, Japan. Seit 2001 lehrt sie vor allem Literarisches Schreiben an diversen Universitäten, u. a. am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an der Universität der Künste Berlin. Von 2009 bis 2012 war sie Professorin für Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Scholl verfasst Romane, Essays, Gedichte, Theaterstücke und Hörspiele. Zuletzt veröffentlicht: „Transit Lissabon“, 2024; „Die im Schatten, die im Licht“, 2022; „Lebendiges Erinnern – Wie Geschichte in Literatur verwandelt wird“, 2021. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a.: Rauriser Literaturpreis 1992, Theodor-Körner-Preis 1992, Anton-Wildgans-Preis 2018, Kulturpreis des Landes Oberösterreich für Literatur 2019 und Preis der Stadt Wien für Literatur 2022.


Zum Buch: Stoffe, Fäden, Nähen bildeten für eine ganze Generation ein wesentliches Element des Aufwachsens. So auch für die Erzählerin und ihre Brüder, die in prekären Verhältnissen in einem kleinen Dorf in Oberösterreich von ihrer Mutter geradezu eingenäht wurden. Anhand einzelner Kleidungsstücke wird ein ganzes Leben nachgezeichnet, Armut und Ausgrenzung, Scham, aber auch ein Ringen um Emanzipation der Erzählerin als Studentin, Schriftstellerin und Mutter. Sabine Scholl hat einen literarischen Zugriff auf die tiefen Wunden des Lebens gefunden, auf die Scham der Armut, auf den Mangel an mütterlicher Liebe, auf die Prägung der Herkunft, die einen ein Leben lang begleitet. (Verlagstext)


CHRISTA GÜRTLER, geboren 1956 in Linz, ab 1984 Lektorin an den Universitäten Salzburg und Klagenfurt. Kuratorin der Ausstellung „Marlen Haushofer 1920–1970. Ich möchte wissen, wo ich hingekommen bin!“ 2010 im StifterHaus. Zahlreiche Buchpublikationen, Herausgaben und Aufsätze sowie Artikel und Rezensionen für verschiedene Medien, vor allem zur österreichischen Gegenwartsliteratur, zu Genderthemen, Schriftstellerinnen, u. a. zu Ingeborg Bachmann, Elfriede Gerstl, Elfriede Jelinek, Barbara Frischmuth, Irma von Troll-Borostyáni.