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denken. leben. schreiben. positionen und welthaltungen österreichischer autor*innen.

KATHRIN RÖGGLA

KATHRIN RÖGGLA

im Gespräch mit MICHAEL KERBLER

Sich die Welt erschreiben bedeutet auch, sich selbst wie in einem Koordinatensystem der vielfältigen Möglichkeiten des Mensch-Seins verorten. Schreibende beziehen mit ihrem Werk immer Positionen, sei es ästhetisch, philosophisch, kulturell oder politisch. Sie setzen sich an einem Punkt des Koordinatensystems fest, der ihre Werte spiegelt, ihre Ziele definiert und ihnen Antworten auf Sinnfragen gibt. Ob diese Positionierung und das Aneignen bestimmter Welthaltungen immer intentional erfolgt, ob sich Ansichten im Laufe der Zeit in Einsichten wandeln und Änderungen im eigenen Leben, Denken und Schreiben hervorbringen und ob die Reflexion über das geschaffene Werk für das Leben fruchtbar oder eher hinderlich ist, diesen Fragen wird in der Reihe „leben.denken. schreiben“ im Gespräch mit österreichischen Autor*innen sowie anhand ihres Werks und ihrer Biografie nachgespürt.

KATHRIN RÖGGLA, wurde 1971 in Salzburg geboren, studierte Germanistik und Publizistik an der Universität Salzburg und lebt in Berlin und Köln. Sie arbeitet als Prosa- und Theaterautorin und entwickelt Radiostücke und akustische Installationen. Seit 2012 ist sie Mitglied der Akademie der Künste in Berlin und seit 2015 der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt, seit 2015 Vizepräsidentin der Akademie der Künste. Poetikdozenturen führten sie nach Saarbrücken, Zürich, Bamberg und Köln. Für ihre Bücher erhielt sie zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter den Italo-Svevo-Preis, den Anton-Wildgans-Preis, den Arthur-Schnitzler-Preis, den Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch sowie den Franz-Hessel-Preis. 2022 erhielt sie zudem den Grazer Literaturpreis, den Franz-Nabl-Preis und den Else-Lasker-Schüler-Preis.
Buchpublikationen zuletzt: „Ausreden“, 2022; „Bauernkriegspanorama“, 2020; „Nachtsendung“, 2016; „Die falsche Frage. Theater, Politik und die Kunst, das Fürchten nicht zu verlernen“, 2015; „Besser wäre: keine“, 2013; Theatertexte zuletzt: „Verfahren“, 2022; „Das Wasser“, 2022; „fake reports II“, 2018; Radioarbeiten zuletzt: „Verfahren“, 2020; „Geschäftsführersitzung“, 2019; „Normalverdiener“, 2016.

MICHAEL KERBLER, geboren 1954 in Wien. Er war als Journalist u. a. für „Die Presse“ tätig und gehörte in unterschiedlichen Funktionen fast 40 Jahre dem ORF an. In den 80ern arbeitete er als Auslandskorrespondent, bis 1994 als Reporter in den Krisengebieten Ostafrikas, den arabischen Staaten, im Iran und in der DDR. Zwischen 2003 und 2013 leitete Michael Kerbler die Ö1-Sendereihe „Im Gespräch“. Gesprächspartner*innen waren u. a. Václav Havel, Peter Handke, Olga Neuwirth, Günter Grass, Margarete Mitscherlich, Christoph Schlingensief, Martin Walser, Stephane Hessel oder der Dalai Lama.